Radfahren & Schlaganfall

Radfahren als Schlüssel zur Schlaganfall-Rehabilitation

Eine aktuelle Studie eines taiwanesischen Forscherteams hat interessante Ergebnisse zum medizinischen Nutzen des Radfahrens bei der Erholung von einem Schlaganfall geliefert – und diese Erkenntnisse sind weit mehr als nur ein Geheimtipp für passionierte Radfahrer in bunten Radlerhosen.

Die Forscher der Kaohsiung Medical University fanden heraus, dass regelmäßiges Radfahren nicht nur für sportliche Radenthusiasten von Vorteil ist, sondern auch für Menschen in der Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Ein speziell entwickeltes Radfahrprogramm könnte dazu beitragen, die Gehfähigkeit von Schlaganfallpatienten deutlich zu verbessern. Das vierwöchige Training sah vor, dass die Teilnehmer fünfmal pro Woche jeweils 30 Minuten auf dem Fahrrad verbringen.

Zugegeben, das mag auf den ersten Blick nicht revolutionär klingen. Aber hier kommt der spannende Teil: Selbst Patienten, deren Schlaganfall bereits Monate oder Jahre zurücklag, berichteten von spürbaren Fortschritten. Das bedeutet, dass der Nutzen des Radfahrens weit über die unmittelbare Reha-Phase hinausgeht und auch langfristig positive Effekte auf die Genesung haben kann.

Was sich aus dieser Studie ableiten lässt, ist, dass das Radfahren eine sanfte, aber sehr effektive Möglichkeit darstellt, den Körper nach einem Schlaganfall wieder in Schwung zu bringen. Es kann nicht nur die körperliche Fitness und Ausdauer steigern, sondern auch die Gehfähigkeit verbessern – und das selbst dann, wenn der Schlaganfall schon länger zurückliegt. Ein weiteres Beispiel dafür, wie auch scheinbar einfache Aktivitäten große Auswirkungen auf die Rehabilitation haben können.

Für viele Schlaganfallpatienten könnte das Radfahren eine wertvolle Ergänzung zum traditionellen Reha-Training darstellen. Also, warum nicht das Fahrrad als Werkzeug nutzen, um die eigene Genesung zu fördern? Der "Sesselradler" könnte in diesem Fall genauso profitieren wie der ambitionierte Radprofi.

Insgesamt zeigt diese Studie, dass es nie zu spät ist, mit der Rehabilitation zu beginnen und dass Bewegung – auch in Form von Radfahren – eine Schlüsselrolle in der langfristigen Erholung nach einem Schlaganfall spielen kann.

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